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Fische im Trben

Roman
Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Unruh, Elli
Jahr: 2025
Verlag: Transit Buchverlag
Mediengruppe: eMedien
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Zweigstelle: Digitale Bibliothek Standorte: Standort 2: Status: <p>digital verf&uuml;gbar</p> Frist:

Inhalt

Ein sprachlich faszinierendes Debt, ein intensiver, berraschender Blick auf einen uns weitgehend unbekannten Teil europ„ischer Geschichte. Elli Unruh erz„hlt aus dem Leben einer russlanddeutschen Familie, die bis Ende der achtziger Jahre in der Sowjetunion, im sdlichen Kasachstan, lebte - Nachfahren von Mennoniten, die einst von Katharina der Groáen ins Zarenreich geholt wurden, um dort landwirtschaftliche Kolonien zu betreiben. Man taucht ein in eine faszinierende, ganz und gar andere Welt mit eigenen Lebensweisen, gepr„gt von famili„ren und religi”sen Traditionen, aber auch von Erfahrungen mit Enteignung, Verfolgung, Deportation und st„ndiger šberwachung durch die sowjetische Miliz und die ¯Bevollm„chtigten®. Geschrieben in einer klaren, poetischen Sprache, angereichert durch das besondere Deutsch, das die Mennoniten aus Westpreuáen mitgebracht hatten. Und das alles vor dem Hintergrund einer wundersch”nen, fruchtbaren Landschaft mit riesigen Apfelplantagen, wilden, fischreichen Flssen und weiten Steppen am Rande des Tian Shan-Gebirges. Ursprnglich grndeten Mennoniten aus Westpreuáen Ende des 18. Jahrhunderts auf Einladung der Zarin Katharina der Groáen deutsche Kolonien im Russischen Zarenreich, vor allem im Gebiet der heutigen Ukraine, entlang des Flusses Molotschna und auf der Krim. Sie bekamen Land, Autonomie und Religionsfreiheit zugesichert. Bis Ende 1917 blieben die M„nner von der Wehrpflicht befreit, da der Dienst an der Waffe gegen ihre religi”se šberzeugung verstoáen h„tte. Mit der Februarrevolution endete auch die Erfolgsgeschichte der deutschen Siedler. Im darauffolgenden Brgerkrieg mussten viele Mennoniten fliehen, verloren Land und Besitz. Unter Stalin endete die Religionsfreiheit, Kirchen und Schulen wurden geschlossen, Gemeinden enteignet und aufgel”st. Sp„ter, nach dem deutschen šberfall 1941 auf die Sowjetunion, wurden die Familien ¯hinter den Ural®, nach Sibirien oder Nordkasachstan deportiert; viele verhungerten, viele wurden als ¯Verr„ter® hingerichtet. Die deutsche Sprache wurde verboten. Erst unter Chruschtschow wurden die Deutschen rehabilitiert. Wer berlebt hatte, konnte Sibirien verlassen und sich in Kasachstan oder Kirgisien niederlassen. Dort lebten die Mennoniten mit anderen deutschen Siedlern, mit Russen, Kirgisen oder Tschetschenen zusammen, besuchten die gleichen Schulen und sprachen Russisch - blieben aber weiterhin als ¯Feinde® stigmatisiert.

Details

Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Unruh, Elli
Jahr: 2025
Verlag: Transit Buchverlag
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ISBN: 9783887474577
Beschreibung: 300 S.
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Mediengruppe: eMedien